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Helmut Meeth treibt Digitalisierung voran

Konsequente Umsetzung beim 3E-Partner

„Um heute wie auch morgen im hart umkämpften Fenstermarkt erfolgreich zu sein, muss ich als Hersteller nicht nur schnell sein. Ich muss dem Kunden beste Qualität, für uns heißt das RAL-gütegesicherte Produkte, zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten können. Gerade vor diesem Gesamthintergrund spielt das Thema Digitalisierung bei unseren Unternehmenszielen eine ganz zentrale Rolle“, erläutert der Firmengründer.
Das Gros des Umsatzes von rund 20 Millionen Euro erwirtschaftet das Unternehmen gemeinsam mit seinen Fachhandelspartnern. Etwa 350 Bauelementehändler bestellen bei Helmut Meeth auf Maß gefertigte Fenster und Türen. Hierzu bietet das Unternehmen seinen Partnern die Möglichkeit,
mittels Cloud-Technologie direkt auf die Händlersoftware zuzugreifen. Der Handelspartner benötigt nur einen Internetzugang, über den er seine Aufträge digital an Helmut Meeth übermittelt.
„Der Prozess der Digitalisierung bietet allen Beteiligten enormes Potenzial. Aber wir sind natürlich darauf angewiesen, dass auch unsere Lieferanten die Digitalisierung vorantreiben. Es ist wenig effektiv, wenn wir intern Prozesse digital abbilden und der Lieferant analog mit uns kommuniziert. Bereits vor knapp zwei Jahren haben wir unsere wichtigsten Lieferanten eingeladen, um sie im Beschaffungsprozess für den elektronischen Datenaustausch mittels des Standards openTRANS zu begeistern. Leider kommunizieren nach wie vor nur sehr wenige über diesen Weg mit uns. Wir arbeiten weiter mit Hochdruck daran, dass unsere Handels- und Lieferantenpartner stärker ins E-Business einsteigen und unterstützen sie dabei nach Kräften“, sagt Helmut Meeth.

Automatisierte Fertigung

Auch bei der Fertigung spielen Optimierung und Digitalisierung eine tragende Rolle: Um einen optimalen Produktionsdurchlauf und eine reibungslose Verladung zu gewährleisten, wird touren- und nicht systembezogen gefertigt. Die Kunden des Fensterbauers erhalten in der Woche vor Anlieferung eine Avisierung mit genauer Angabe des Liefertages und der Uhrzeit – die durch die zugeschnittenen Prozesse auch eingehalten wird.
In der höchsten Stufe mit einer umfassenden digitalen Vernetzung aller Partner wäre die Produktion in der Lage, nur mit einem kleinen Lager auszukommen, da die benötigten Artikel mehr oder weniger alle just in time direkt an den Maschinen zur Verfügung stehen könnten. Doch dies ist noch Zukunftsmusik, auch wenn man bei Helmut Meeth dieses Ziel klar vor Augen hat. IT-seitig ließe sich solch ein Zustand u. a. durch 3E-LOOK durchaus sogar schon heute abbilden.
In der Fertigung hat Helmut Meeth bereits einen extrem hohen Automatisierungsgrad erreicht. Die Technik von Stürtz mit einer Bahnsteuerung beispielsweise ist heute in der Lage, automatisch eine intelligente und flexible Zuteilung der Aufträge und Positionen vorzunehmen und weiß genau, wann welcher Arbeitsplatz bedient werden muss.
Die Informationen zur Bahnsteuerung wie auch die Arbeitsanweisungen an das Produktionscontrolling liefert 3E-LOOK. Mittels Scans werden die Positionen aufgerufen und dargestellt. Die Mitarbeiter in der Fertigung erhalten auf ihren Bildschirmen immer nur die Daten, die für ihre Arbeit relevant sind. Die Datengrundlage hierzu bietet ebenfalls die Branchensoftware 3E-LOOK, die damit zugleich zur papierarmen Fertigung beiträgt.
Des Weiteren nutzt Helmut Meeth zur internen Qualitätssicherung auch die werkseigene Produktionskontrolle, kurz WPK. Damit wird direkt an den einzelnen Stationen die aktuelle Fertigmeldung angezeigt. Ebenso aber auch mögliche Fehlermeldungen sowie die Durchführung von notwendigen Prüfschritten. Gleichzeitig erfolgt die elektronische Dokumentation der Abläufe. Die WPK ist im Rahmen der Bauprodukteverordnung vorgeschrieben, um sicherzustellen, dass die Elemente entsprechend der geltenden Normen gefertigt werden.
„Die Software kann bei uns im gesamten Unternehmen immer wieder ihre Vorzüge ausspielen: 3E-LOOK bietet extrem viele Funktionalitäten und sämtliche Module greifen perfekt ineinander. Nicht zuletzt ist sie extrem benutzerfreundlich. So gewährleistet das Workflowmanagement selbstverständlich, dass unsere aktuell 70 internen und externen User an ihren Rechnern immer exakt die Aufgaben und Arbeitsabläufe dargestellt bekommen, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigen“, beschreibt Markus Jungbluth, der IT-Verantwortliche bei Helmut Meeth.
Ein weiteres Beispiel für die konsequente Digitalisierung bei Helmut Meeth ist die Nutzung des Enterprise Content Management Systems, kurz ELO. Mit diesem Dokumentenmanagementsystem werden alle in 3E-LOOK erzeugten auftragsbezogenen Dokumente automatisch revisionssicher archiviert und mit Schlagworten versehen.

Blick in die Zukunft

Nur mit gut aufbereiteten Stammdaten und einer zeitgemäßen IT-Struktur lassen sich die Herausforderungen der Zukunft meistern und alle Einsparpotenziale optimal ausschöpfen.
Doch bei all dem spielt nach wie vor der Faktor Mensch eine tragende Rolle, denn Fenster werden auch zukünftig nicht von Rechnern verkauft, sondern von Menschen, die mit Herz und Leidenschaft von ihren Produkten überzeugt sind. Genauso wichtig ist aber auch die persönliche Komponente bei der Zusammenarbeit mit den Partnern, denn nur durch Dialog entstehen Lösungen. „Mit 3E haben wir glücklicherweise einen Softwareanbieter an unserer Seite, der sich mit der gleichen Leidenschaft für seine Kunden engagiert wie wir uns für das Thema Fenster einsetzen. Hinzu kommt noch, dass man in Oberkochen immer ein offenes Ohr hat und unsere Anliegen ernst nimmt“, so Helmut Meeth.
„Genau dieser Punkt ist auch für uns das oberste Gebot. Wir hören zu und wollen unseren Kunden ein starker Partner sein, der sie mit möglichst individuellen Lösungen beim digitalen Wandel unterstützt. Durch die offene, rollenbasierte Architektur und die klare Prozessorientierung sind wir mit 3E-LOOK in der Lage, praktisch jedem Anwender, egal ob großes oder kleines Unternehmen, ein Werkzeug anzubieten, mit dem sich die komplette Prozesskette darstellen und das tägliche Business leichter und besser bewältigen lassen“, schildert Gerhard Ebert, Gründer und Geschäftsführer der 3E Datentechnik.

Ein Markt im Wandel

Seit jeher befindet sich der Fenster- und Türenmarkt im permanenten Wandel. Für das Unternehmen Helmut Meeth bedeutet dies, dass neben dem Handels- und dem Endkundengeschäft künftig der Objektbereich mit eigenen Montagen an Bedeutung gewinnen wird.
Weiter ist Helmut Meeth davon überzeugt, dass Bauelemente insgesamt „intelligenter“ werden. Erste Versuche mit RFID-Chips, die sich ins Smart Home einbinden lassen und beispielsweise Wartungsintervalle melden können, laufen bereits. „Natürlich sind wir froh, mit 3E einen Softwarepartner zu haben, der uns bei diesen ehrgeizigen Wachstumszielen begleiten und unterstützen wird“, so Helmut Meeth abschließend.
Die Helmut Meeth GmbH & Co. KG wurde 1985 gegründet. Heute fertigen und vertreiben rund 150 Beschäftigte am Standort Wittlich Türen und Fenster aus Kunststoff und Aluminium. Sechs nach RAL-Standard geschulte Monteure nehmen Installationen direkt beim Kunden vor. Durch die Grenznähe hat sich das Elsass zu einem wichtigen Absatzmarkt entwickelt. Heute kaufen bereits 28 französische Händler speziell für private Hausbauer Bauelemente bei Helmut Meeth – Tendenz steigend.

(Quelle: bauelemente bau 11/17)